Rückblick auf drei Monate Grenzerfahrungen

Drei Monate lang gab es aufgrund der Corona-Pandemie wieder Grenzkontrollen zwischen Deutschland und Frankreich. 25 Jahre nach Inkrafttreten des Schengener Abkommens hatte die Pandemie eine der zentralen Errungenschaften des europäischen Einigungsprozesses auf eine harte Probe gestellt. Ist das Verhältnis zwischen Deutschland und seinen europäischen Nachbarn dauerhaft belastet? Ein Rückblick.

Von Grenzkontrollen oder gar Sperrungen wollte zu diesem Zeitpunkt im Saarland offiziell aber noch niemand etwas wissen. Allerdings müssten sich Grenzpendler aus der Region Grand Est auf zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen einstellen, so die Landesregierung. Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) wandte sich noch am selben Tag in einem Brief direkt an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Darin bat Hans Berlin, auf die französische Regierung einzuwirken, damit die “alles in ihre Macht stehende tut, um die Ausbreitung des Corona-Virus möglichst einzudämmen.” 

Polizeikelle mit dem Grenzschild der Bundesrepublik Deutschland am Grenzübergang (Foto: dpa/Uli Deck)

Nach rund drei Monaten hat die Bundespolizei in der Nacht von Sonntag auf Montag die wegen der Corona-Pandemie eingeführten Kontrollen an den deutschen Grenzen eingestellt. Das hat das Bundesinnenministerium dem SR bestätigt. Wer von Frankreich nach Deutschland einreisen will, benötigt nun auch keinen triftigen Grund mehr.

Einen Tag später, am 12. März, schuf der saarländische Innenminister Klaus Bouillon (CDU) Fakten - und kündigte Kontrollen an den Grenzübergängen zwischen dem Saarland und Frankreich sowie Luxemburg an. In den darauffolgenden Tagen und Wochen musste sich Klaus Bouillon viel Kritik anhören - nicht zuletzt darüber, wie dieses Vorgehen gegenüber den Partnern in der Grenzregion kommuniziert wurde. Letzten Endes hat Bouillon damit aber nur eine Entscheidung vorweggenommen, die Bund und Länder wenige Tage später gemeinsam auch getroffen haben. 

DIE FOLGE: HINDERNISSE IM GRENZÜBERSCHREITENDEN ALLTAG

Die Auswirkungen der Grenzkontrollen für den Alltag in der Region waren gravierend. Zwar konnten Berufspendler weiterhin einreisen - viele Firmen, darunter auch Ford und ZF, wiesen ihre französischen Mitarbeiter aber eine zeitlang an, zuhause zu bleiben. 

Die, die weiterhin zum Arbeiten nach Deutschland kamen, mussten zum Teil lange Umwege fahren, um einen der noch offenen Grenzübergänge zu erreichen. Das war auch für die vielen französischen Mitarbeiter im saarländischen Gesundheitssystem ein Problem. Dass die in einer ohnehin extrem belastenden Zeit durch die Grenzkontrollen nun doppelt gestresst waren, findet der französische Parlamentsabgeordnete Christophe Arend aus Forbach gesundheitspolitisch alles andere als klug. In seinem Wahlkreis leben rund hundert Menschen - Franzosen und Deutsche - die im Winterberg-Klinikum in Saarbrücken arbeiten, sagte Arend im SR-Gespräch. “Diese Menschen hatten jetzt einen längeren Arbeitsweg - obwohl sie wenige Kilometer entfernt in einem Krankenhaus arbeiten mussten, mitten in einer Gesundheitskrise. Erkläre mir da bitte jemand, welchen medizinischen Vorteil es hat, den Grenzübertritt für diese Menschen zu erschweren."

RESSENTIMENTS GEGENÜBER FRANZOSEN

Die negativen Erfahrungen mit den verschärften Grenzkontrollen beschränkten sich aber nicht nur auf weitere Wege zur Arbeit oder die Tatsache, dass lieb gewonnene Rituale wie Einkaufen in Frankreich für die Saarländer nicht mehr möglich waren. Während der Zeit der Grenzkontrollen sind auch Ressentiments gegenüber Menschen aus Frankreich wieder deutlich zu Tage getreten. Viele Menschen haben von Anfeindungen und Beleidigungen berichtet. Einzelfälle - aber eben viele Einzelfälle, die zusammen ein Bild ergeben, das beunruhigt. Angesichts der sich häufenden Berichte bittet die stellvertretende Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) Anfang April öffentlich und explizit um Entschuldigung.

ÄRGER BEI DEN PARTNERN WEGEN SCHLECHTER KOMMUNIKATION 

Dabei gab es, auch von französischer Seite, bei vielen Menschen Verständnis für die Entscheidung. Mitte März, als sie getroffen wurde, gab es im Département Moselle im gleichen Zeitraum dreimal so viele Neuinfektionen wie im Saarland - bei fast gleicher Einwohnerzahl. Welche möglicherweise positiven, also eindämmenden, Auswirkungen die Grenzkontrollen auf die grenzüberschreitende Ausbreitung der Pandemie hatten, ist bis heute aber nicht mit Sicherheit zu sagen.

Fakt ist: Es war auch das “Wie”, das viele Partner vor den Kopf gestoßen hat. Denn nicht alle, die davon betroffen waren, wurden sofort oder direkt informiert. "Ich habe keinen Anruf von niemandem in der saarländischen Verwaltung erhalten. Es kann sein, dass die Menschen in Metz oder Straßburg Bescheid wussten. Aber ich als Generalkonsulin wusste gar nichts von diesen Kontrollen”, sagte Generalkonsulin Catherine Robinet dem SR am Abend des 15. März. 

Allerdings hätten inzwischen sowohl das Bundesinnenministerium als auch die Bundespolizei versichert, dass es Absprachen gegeben habe zwischen Paris und Berlin, sagte der Europabevollmächtigte des Saarlands, Roland Theis (CDU), im Gespräch mit dem SR. "Aber was man feststellen kann ist, dass in der Region zu wenig miteinander gesprochen wurde.”

Das würde wohl auch Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn so unterschreiben. Auch die Grenzen zum Großherzogtum wurden dichtgemacht - und das, obwohl die Infektionszahlen hier weit niedriger waren als in Grand Est. Dieses undifferenzierte Vorgehen habe für viel Unmut gesorgt in Luxemburg, sagt Asselborn: “Es wurde mir gesagt, es sind Hamsterkäufe aus Frankreich nach Deutschland, und Luxemburg ist nicht weit weg - also nehmen wir Luxemburg auch mit. Wir sind ein Kollateralschaden.”

DIE STIMMUNG VERÄNDERT SICH

Je länger die Grenzkontrollen bestanden - und je stärker sich die Pandemie-Lage dies- und jenseits der Grenze zu Frankreich anglich, desto größer wurde die Kritik an den Entscheidungen des Bundesinnenministeriums, die Kontrollen zu verlängern. Auch im Saarland hat sich die Stimmung Anfang Mai deutlich verändert. Vor allem die Bürgermeister im Land forderten ein Ende der Kontrollen. 

Am 13. Mai schließlich einigten sich Bund und Länder auf ein weitgehendes Ende der Maßnahme. Während an den Grenzen zu Luxemburg der Normalzustand wieder hergestellt wurde, sollte es an den Grenzen zu Frankreich weiterhin stichprobenartige Kontrollen geben. Für Ministerpräsident Tobias Hans (CDU), der sich angesichts der veränderten Pandemie-Lage seit Wochen an die Spitze der Bewegung zur Wiederöffnung der Grenze gesetzt hatte, nur ein bedingter Erfolg. “Deshalb bin ich enttäuscht, dass es erstmal nur bei der Zurücknahme der permanenten Kontrollen bleibt. Ich bleibe dabei, auch in Berlin dafür zu werben, und auch in Paris, dass die Freizügigkeit im Schengen-Raum wiederhergestellt wird“, sagte Hans, nachdem die Entscheidung aus Berlin bekannt wurde.

Er betonte, dass die uneingeschränkte Rückkehr zu Schengen nun an der Haltung Frankreichs hänge. Rund eine Woche zuvor hatte der französische Innenminister Christophe Castaner angekündigt, die Grenzübertritte bis zum 15. Juni einzuschränken.

WAS BLEIBT - UND WAS LÄSST SICH LERNEN?

Trotz aller Verärgerung, trotz aller Unwägbarkeiten zuerst die gute Nachricht: In Gesprächen während dieser Zeit haben viele Menschen betont, dass ihre grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den Partnern in der Region keinen nachhaltigen Riss bekommen hat. Dass die Freundschaft stark genug ist, um daraus unbeschadet hervorzugehen - vielleicht sogar noch stärker.

Trotzdem gab es Momente, in denen es schien, als würde zum Normalzustand, was in Europa eigentlich die absolute Ausnahme sein sollte. Schon Anfang April warnte Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn im SR-Fernsehen vor möglichen Konsequenzen: “Wenn die Grenzschließungen zu lange dauern, zweifeln die Menschen nicht nur an der Politik Deutschlands oder Frankreichs - sondern an dem, was wir hier aufgebaut haben. Was Europa und präziser Schengen heißt. Schengen heißt, europäisch zusammenwachsen.” Es könnte ein Vorteil der Pandemie sein, dass sie gezeigt hat, dass die Selbstverständlichkeit offener Grenzen innerhalb von Europa fragil ist. Eine Errungenschaft, die verteidigt werden muss. 

Die Erfahrungen der vergangenen Monate haben auch gezeigt, wo noch Luft nach oben ist bei der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit: zum Beispiel im Gesundheitswesen. Viele Politiker in Deutschland und Frankreich haben in den vergangenen Wochen und Monaten betont, Konzepte erarbeiten zu wollen, um in Zukunft besser grenzüberschreitend auf mögliche neue Pandemien reagieren zu können. Ideen gebe es einige, sagt der französische Abgeordnete Christophe Arend aus Forbach: “Ob das jetzt die Forschung betrifft, die gemeinsame Nutzung von Behandlungsmöglichkeiten oder gemeinsame Vorräte an Schutzmaterial und Medikamenten.”

Wie schnell solche gemeinsamen Konzepte jetzt tatsächlich entstehen, ist schwer zu sagen. Durch die Pandemie ist aber noch einmal deutlich geworden, dass solche Fragen künftig nicht mehr unter “ferner liefen” auf der Agenda auftauchen können. Sollte das beherzigt werden, dann können die vergangenen Monate auch gute “Grenzerfahrungen” gewesen sein.

SR3 - 15/06/2020

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Mise en ligne le 16/06/2020

Frontières franco-allemandes : feu vert pour lundi

La police allemande cessera les contrôles aux frontières françaises dés lundi. Une bonne nouvelle pour de nombreux habitants de Moselle-Est.

Par Stéphane MAZZUCOTELLI - 12 juin 2020 à 20:18 | mis à jour le 13 juin 2020 à 17:48 - Temps de lecture : 1 min

s directeurs régionaux de la Bundespolizei allemande se sont accordés ce vendredi en faveur de la suppression des contrôles aux frontières dès lundi matin, selon le député de Forbach Christophe Arend. Cela met fin à la cacophonie entre France et Allemagne sur la date de la réouverture complète des frontières. En effet, tandis que le gouvernement français communiquait sur la date du lundi 15 juin, le ministre fédéral de l’Intérieur allemand, Horst Seehofer, évoquait la date du 16 juin à minuit. Dès lundi donc, les Français de Moselle-Est pourront se rendre en Sarre sans avoir besoin d’autorisation. Opposé depuis le début de la crise à la fermeture des frontières, Christophe Arend salue « cette décision en faveur des habitants des zones frontalières et de l’amitié franco-allemande et européenne ».

Le Républicain Lorrain - 12/06/2020

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Mise en ligne le 16/06/2020

Déconfinement : les frontières entre la Moselle-Est et la Sarre rouvrent dans la nuit de dimanche à lundi

Les frontières entre la Moselle et la Sarre vont bien rouvrir dans la nuit de dimanche à lundi. C'est ce que confirme sur Twitter, le porte-parole du ministère fédéral sarrois de l'Intérieur.

La frontière entre la France et l'Allemagne à Petite-Roselle.

La frontière entre la France et l'Allemagne à Petite-Roselle. © Radio France - Olivia Chandioux

Fermées à cause de la crise du coronavirus le 16 mars, les frontières entre la Moselle et la Sarre rouvrent officiellement dans la nuit de dimanche à lundi, c'est ce qu'indique sur Twitter le représentant du ministre fédéral sarrois de l'Intérieur. Une nouvelle qui réjouit le député LREM mosellan Christophe Arend, qui est aussi président du groupe d'amitié franco-allemande à l'Assemblée Nationale.

À lire aussi Déconfinement : la France rouvre les frontières avec ses voisins, la situation pays par pays

Il y a dix jours, la secrétaire d'État chargée des Affaires européennes, Amélie de Montchalin, s'était rendue en Moselle, à Petit-Rosselle et Grosbliederstroff, zone frontalière entre la Moselle-Est et la Sarre. Elle avait reconnu que cette fermeture des frontières avait été trop brutale pour les Mosellans : "Ce qui est la clé, ce que l'on puisse travailler à ce que cela ne se reproduise plus. On doit dire qu'on a été dans une situation exceptionnelle, très surprenante. Maintenant, il est clair pour nous, que nous devons travailler à ce que dans le futur, si besoin, on fasse différemment et que ce ne soit pas aussi brutal."

France Bleu Moselle - 14/06/2020

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Mise en ligne le 16/06/2020

Réouverture des frontières avec l'Allemagne : le 15 ou le 16 juin ?

C’est le flou total sur la réouverture des frontières entre la France et l’Allemagne. Alors que la levée des contrôles était annoncée depuis plusieurs semaines par les autorités françaises et allemandes pour le 15 juin, le ministre fédéral allemand de l’intérieur a annoncé hier la réouverture des frontières à la date du mardi 16 juin à minuit.

Dans un communiqué, le député de Forbach, Christophe Arend, s’indigne. Pour lui, il n’y a aucune coordination entre les deux pays. A quelques jours de la réouverture des frontières, c’est toujours la confusion.

Nous voulons des précisions sur la fin des contrôles aux frontières […] Aucune précision n’a été apportée quant à la date exacte de la fin des contrôles – le 15 juin, le 16 juin, à partir de quelle heure ? – et aux mesures à appliquer – port du masques, gestes barrières.Le député Forbachois déplore l’absence de détails sur ce sujet.

Les frontaliers ont souffert de la fermeture des frontières et des difficultés socio-économiques qui en ont résulté. Nous ne souhaitons pas que cette situation se reproduise. Nous avons discuté durant 2h des leçons à tirer de cette crise dont la première est : un renforcement du dialogue et une meilleure coordination de nos politiques sur le terrain ! 

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Radio Melodie - 11/06/2020

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Mise en ligne le 16/06/2020

Pourquoi la forêt et la filière bois doivent faire partie du plan de relance du gouvernement

Pourquoi la forêt et la filière bois doivent faire partie du plan de relance du gouvernement

L’épidémie de Covid-19 a provoqué un choc inouï, dont l’économie française va mettre du temps à se rétablir. A l’heure où le gouvernement prépare un plan de relance pour la rentrée, 140 parlementaires de la majorité demandent un "plan Marshall" pour les forêts et la filière bois.

Par Beatrice de LavergnePublié le 10/06/2020 à 07:00

"Si le monde d'après crise ne doit pas être tout à fait celui d'avant, il devra décarboner rapidement son économie" : c’est ainsi que débute la tribune signée par 140 députés, sénateurs et eurodéputés de La République en Marche et du Modem.

Le texte, qui a été publié dimanche 7 juin 2020, explique pourquoi "le bois et ses usages doivent être un des piliers du futur plan de relance" attendu pour le mois de septembre.

"On veut que, dans le plan de relance, on n’oublie pas le bois" - Rémy Rebeyrotte, député LREM de la 3e circonscription de Saône-et-Loire et co-président du groupe d'études "forêt, bois, nouveaux usages et industrie du bois" de l'Assemblée nationale.

"C’est un matériau qui a l’avantage d’être un capteur de carbone, ce qui est très important sur le plan écologique. Sa transformation est un outil de développement économique des territoires. Le bois est aussi très chaleureux et agréable à vivre."On peut l'utiliser dans de nombreux domaines : la construction bien sûr, mais aussi le papier, le mobilier, la décoration,  l'énergie, la chimie, la santé... 

Bref, la forêt et les acteurs de la filière bois sont "des éléments essentiels contre le changement climatique et pour le développement d’une économie durable et circulaire dans nos territoires", résume l’élu de Bourgogne, qui est à l’origine du texte en compagnie de Vincent Thiebaut, député du Bas-Rhin.

La plupart des hêtres et des chênes du parc national de Champagne et Bourgogne étaient déjà là à la Révolution française / © PHILIPPE DESMAZES / AFP

Pourquoi faut-il mettre en place de nouvelles stratégies ?

"On souhaite un soutien pour régénérer les forêts. Il faut le faire avec le souci de gérer plusieurs crises : il y a la crise climatique et les sécheresses successives, ainsi que la crise du scolyte. Il faut aller vers une gestion de la forêt plus adaptée aux réalités climatiques. Il faut réfléchir à une autre politique de peuplement et d’essences et l’axer davantage vers la biodiversité.

Pour cela, il faut avoir une politique de massifs et pas forcément une politique régionale au sens classique du terme : par exemple, une partie du massif des Vosges est en Bourgogne-Franche-Comté et une autre partie est dans le Grand Est. "

 

Compte tenu de la crise climatique et de la crise sanitaire du scolyte, on est obligé de repenser nos stratégies. Cela concerne notamment la Bourgogne-Franche-Comté qui se retrouve avec plusieurs massifs à gérer : le massif Central, le Morvan, le massif jurassien, le massif vosgien - Rémy Rebeyrotte, député LREM de Saône-et-Loire.

"Une fois que l’on aura un plan de massifs, il faudrait que ce plan s’impose aussi bien aux forêts publiques qu’aux forêts privées. Il faut rapprocher la gestion du terrrain et des territoires, replanter, valoriser le bois … On est dans une approche à la fois plus écologique, plus proche du terrain et économique. "

Image d'illustration / © Sébastien Kerroux - France 3 Bourgogne

Qu'apporterait la nomination d’un Haut-Commissaire auprès du Premier ministre ?

Pour cela, "il faut que l’Etat se dote d’une véritable politique en matière forestière et d’industrie du bois. Il faut que les politiques se réemparent des enjeux de la forêt et du développement du matériau bois", estime Rémy Rebeyrotte."On attend la nomination d’une personne au niveau de l’exécutif : un secrétaire d’Etat, un Haut-Commissaire ou un délégué interministériel… En tous cas, une personne qui prenne en main la question de la forêt et de la filière bois en France. "

Pour le moment, cette tribune a été signée par la majorité parlementaire. Déjà, "arriver à rassembler 140 députés et sénateurs dans un temps assez court, ce n’est pas un petit travail. Il fallait que ce texte soit publié assez vite, car le plan de relance se prépare et il ne faut pas que le bois soit oublié." Parmi les premiers signataires, on trouve notamment le sénateur LREM de Côte-d’Or François Patriat ou encore les députés LREM de Côte-d’Or Didier Paris et Fadila Khattabi.

Mais, "les autres parlementaires peuvent tout à fait se joindre à nous", ajoute Rémy Rebeyrotte. "D’ailleurs, je travaille par exemple au quotidien avec Anne-Catherine Loisier, sénatrice centriste de Côte-d’Or et présidente du groupe d'études Forêt et filière bois au Sénat. On a fait un colloque en commun en novembre 2019 qui a commencé à l’Assemblée nationale et qui s’est terminé au Sénat. "

Une forêt de bouleaux

Pourquoi le modèle allemand est-il intéressant ? 

"A l'Assemblée nationale, notamment au sein du groupe d’étude "Forêt - bois, nouveaux usages et industrie du bois", au Sénat comme au Parlement européen, après de nombreuses rencontres avec les acteurs de la filière, des auditions et des déplacements, nous sommes convaincus de la nécessité d’un "plan Marshall" pour soutenir l’amont et développer l’aval; un plan créateur d’emplois dans la gestion durable de la forêt et son exploitation, dans la première transformation du bois et dans la deuxième transformation ; construction, mobilier, etc. : autant d'emplois pérennes et ancrés dans nos territoires", rappellent l'ensemble des signataires de la tribune.

"Ce plan doit être conséquent, à l’instar de celui de l’Allemagne, qui a décidé un plan de soutien et d’investissement sans commune mesure en 2019 : à titre de comparaison, la France, c’est 16 millions d’hectares de bois pour 440 000 emplois, contre 11 millions d’hectares et près d’un million d’emplois outre-Rhin.

Il y a eu de nombreux rapports et études réalisés, les propositions, les recommandations et les mesures attendues sont connues, exprimées et présentées ; elles convergent dans leurs conclusions et seront reprises dans le prochain rapport commandé par le Premier Ministre. Le temps de l’action est venu !", ajoutent les parlementaires de la majorité présidentielle.

 

Qui sont les parlementaires qui demandent un "Plan Marshall" des forêts et de la filière bois ?

 

Rémy REBEYROTTE - Vincent THIEBAUT - Anne-Laure CATTELOT - Sophie METTE - François PATRIAT - Adrien MORENAS - Alain PEREA - Alexandra LOUIS - Alice THOUROT - Aude AMADOU - Aurore BERGE - Barbara POMPILI - Béatrice PIRON - Bénédicte PEYROL - Bérangère ABBA - Bérangère COUILLARD - Bertrand BOUYX - Bertrand SORRE - Bruno QUESTEL - Bruno STUDER - Carole BUREAU-BONNARD - Caroline JANVIER - Catherine KAMOWSKI - Catherine OSSON - Christophe AREND - Christophe BLANCHET -Christophe LEJEUNE - Damien PICHEREAU - Danièle HERIN - Danielle BRULEBOIS - Didier PARIS - Elisabeth TOUTUT-PICARD - Fabien GOUTTEFARDE - Fabien MATRAS - Fadila KHATTABI - François CORMIER-BOULIGEON - François DE RUGY - Frédéric DESCROZAILLE - Frédérique LARDET  - Guillaume VUILLETET - Hélène ZANNIER - Hervé PELLOIS - Huguette TIEGNA - Jacqueline DUBOIS - Jean TERLIER - Jean-Baptiste MOREAU - Jean-Charles COLAS-ROY - Jean-Claude LECLABART - Jean-Luc FUGIT - Jean-Marc ZULESI - Jean-Michel FAUVERGUE - Jean-Michel MIS - Joël GIRAUD - Julien BOROWCZYK - Laurence GAYTE - Laurence MAILLART-MEHAIGNERIE - Laurianne ROSSI - Liliana TANGUY - Lionel CAUSSE - Loïc DOMBREVAL - Ludovic MENDES - Marie-Christine VERDIER-JOUCLAS - Marion LENNE - Marjolaine MEYNIER-MILLEFERT - Martine LEGUILLE-BALLOY - Michèle PEYRON - Mireille CLAPOT - Mireille ROBERT - Monique LIMON - Nadia HAI - Nicolas DEMOULIN - Nicole LE PEIH - Olivier DAMAISIN - Pascal LAVERGNE - Philippe CHALUMEAU - Pierre VENTEAU - Sacha HOULIE - Sandra MARSAUD - Sandrine LE FEUR - Sereine MAUBORGNE - Séverine GIPSON - Sophie PANONACLE  - Souad ZITOUNI - Stéphane BUCHOU - Stéphane MAZARS - Stéphane TESTE - Stéphanie KERBARH - Stéphanie RIST - Sylvie CHARRIERE - Thierry MICHELS - Véronique RIOTTON - Yaël BRAUN-PIVET - Yannick HAURY - Yves DANIEL - Zivka PARK - Bruno MILLIENNE - Jean-Pierre CUBERTAFON - Stéphane BAUDU - Philippe BERTA - Nicolas TURQUOIS - Laurent GARCIA - Patrick LOISEAU - Sarah El HAIRY - Bruno FUCHS - Jean-Luc LAGLEIZE - Jean-Noel BARROT - Mohamed LAQUILA - Nadia ESSAYAN - Erwan BALANANT - Aude LUQUET - Jimmy PAHUN - Florence LASSERRE - Josy POUEYTO - Cyrille ISSAC-SIBILLE - Marguerite DEPREZ-AUDEBERT - Brahin HAMMOUCHE 

Nathalie LOISEAU - Stéphanie YON-COURTIN  - Irène TOLLERET - Catherine CHABAUD - Laurence FARRENG - Sandro GOZZI - Marie-Pierre VEDRENNE - Christophe GRUDLER - Sylvie BRUNET - Ilana CICUREL - Chrysoula ZACHAROPOULOU - Valérie HAYER - Fabienne KELLER - Stéphane BIJOUX - Bernard BUIS - Didier RAMBAUD - Patricia SCHILLINGER - Claude HAUT - Thani MOHAMED SOILIHI - Agnès CONSTANT - Noëlle RAUSCENT - Bernard CAZEAU - Alain RICHARD - Martin LEVRIER

France 3 - 10/06/2020

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Mise en ligne le 16/06/2020